• 6. Pommersches Infanterie-Regiment Nr. 49
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Fotografien und Postkarten


Um Verwandte und Freunde in der fernen Heimat zu grüßen, haben viele Soldaten Bilder von sich erstellen lassen und diese als Postkarte bzw. Feldbrief verwendet.

Feldpostkarte von Gustav Buhmann, 2. Kompanie



An die Familie Kücke in Pelkum, 13.6.16

Meine Lieben!

Sende euch allen und auch allen Pelkumern die herzlichsten Grüße nebst Bildchen.
Bis hier geht es noch gut, hoffendlich haben wir auch fernerhin Glück.

Herzliche Grüße sendet
Gustav Buhmann


Feldpostkarte vom Musketier Hans Mildebrath (?), 2. Ersatz Bataillon, 2. Abteilung



An Frau Förster Wilbron? in Zellin

Gnesen, den 30.05.1915

Liebe Schwester!

Hab' vielen Dank für das Paket, als es ankam war mein Eßsping auch gerade bis auf ein wenig Schmalz geleert.
Der Kuchen hat mir vorzüglich geschmeckt, Karl wünsch ich Glück zu seiner militär Rangerhöhrung.
Wie ist eigentlich seine Adresse?
Lass erst bald wieder von dir hören.
Viele herzl. Grüße an euch alle

Euer Hans


Feldpostkarte vom Landsturmmann Felix Oettel, Reserve Kompanie, 1. Bataillon

Anmerkung: Felix Oettel wurde laut Verlustliste 1918 schwer verwundet.



An Fräulein Martha Oettel, Brühl Nr. 5 in Eisenberg

Gnesen, den 24.09.1917

Liebe Eltern und Geschwistern
Zum Zeichen das ich noch gesund und munter bin sendet euch von hier die herzlichen Grüße in der Hoffnung
das Ihr meine gute Nachricht von Ernst endlich erhalten werden. Euer Felix

Viele Grüße an alle Bekannten und Verwandten.
Wie steht es mit Eurer Arbeit?


Feldpostkarte von Wilhelm Lubahn, 1. Ersatzbataillon, 4. Kompanie, 14. Abteilung in Gnesen

Anmerkung: Ein Wilhelm Lubahn aus Elvershagen, Kreis Regenwalde, ist 1916 gefallen.



An Fräulein Hedwig Wetzel, Stubbenhagen 14, Kolberg

Gnesen, den 29.11.1915

Liebe Hedwig habe deine liebe Karte bei der besten Gesundheit erhalten
und hoffe von dir das selbe von dem schönen Urlaub wird wohl nichts werden.
Dann lebe wohl bis auf ein Wiedersehen

Die herzlichsten Grüße aus der Ferne sendet
Dein Wilhelm


Feldpostkarte vom Gefreiten Paul Mallon, 3. Bataillon



An Herrn Gustav Müller, Krummfuss Nr. 11, Unna, Westfalen

Gnesen, den 11. November 1912

Lieber Schwager und Schwester!

Ich muss doch mal anfragen, ob ihr noch lebt.
Ich sende euch eine Ansicht von meiner Stube mit den Rekruten.
Jetzt bin ich aber schon Gefreiter geworden. Mir geht es noch immer ganz gut.
Euch hoffentlich auch. Was macht Hermann der soll mir mal doch mal schreiben.
Zu Weihnachten werde ich wohl wieder nach Hause fahren, In 10 Tagen. Schreibt mir doch mal wie es euch geht.

Seit herzlich gegrüßt von eurem Schwager und Bruder
Paul


Feldpostkarte vom Gefreiten Paul Mallon, 3. Bataillon



An Herrn Gustav Müller, Krummfuss Nr. 11, Unna, Westfalen

Gnesen, den 20.01.1913

Lieber Schwager und Schwester.

Ich muss euch doch mal schreiben dass ich noch am Leben bin.
Ich sage euch meinen besten Dank für die Neujahrskarte und für den Schinken den ich im vorigen Jahr bekommen sollte und der noch nicht geräuchert war. Ich habe mich in Weihnachten sehr gut zu Hause amüsiert. Die zehn Tage waren nur nicht lange genug.
Schreibt mir doch mal wie es euch geht. Muss alle euch mal besuchen aber es gibt nur immer so wenig Urlaub.
Was macht Hermann der soll mir doch mal schreiben am Sonntage haben wir Kaisersgeburtstage. Auf der Karte werdet Ihr mich wohl nicht nennen.

Seit herzlich gegrüßt von eurem Schwager und Bruder
Paul


Eingesandte Bilder

Vielen Dank an Herr Thomsa für die Übersendung der Fotografien mitsamt Beschreibung!



Links im Bild: Paul Krakau, Schwager von Otto Krüger, der im Frühjahr 1917 ins 7. Garde-IR. gewechselt und während des Gefechtes bei Hourges 1918 direkt neben Otto Krüger durch einen Kopfschuss gefallen ist.

Rechts im Bild: Otto Krüger (anfangs im IR. 49, später höchstwahrscheinlich im 7.Garde-Infanterieregiment, zumindest jedoch in der Garde-Ersatz-Division).